Dies ist eine alte Version des Dokuments!
Syntax: mount -o subvol=Subvolume-Pfad Device Mountpoint
Beispiel: mount -o subvol=/second /dev/sda1 /media/disk1
In obigem Beispiel wird das Subvolume „second“, welches sich direkt als Verzeichnis auf /dev/sda1 befindet, nach /media/disk1 gemountet.
Wäre /dev/sda1 nach /media/btrfsdisk gemountet und man würde ls machen, könnte die Ausgabe zum Beispiel so aussehen:
user@server /media/btrfsdisk $ ls first second
In den Man-Pages ist von <Path> und von <Device> die Rede.
<Path> - ist der Mount-Point
<Device> - ist das Device (/dev/something)
Das Tool Btrfs ist das zentrale Tool, es ruft letztendloch allerdings nur andere Programme auf die die spezielle Aufgabe ausführen - es gibt also meist einen Weg über den Vefehl Btrfs und einen zweiten über ein Tool welches in der Regel btrfs-XYZ heißt.
Btrfs gliedert sich in u.a. (es gibt mehr folgende Unterbefehle:
Operation | Erklärung |
---|---|
list Path | Listet die Subvolumes auf die es für diesen Pfad gibt Syntax: btrfs subvolume list Pfad Beispiel: btrfs subvolume list /
|
Syntax: btrfs filesystem df Mount-Point
Snapshots sind Abbilder eines anderen Subvolumes. Ein Snapshot erstellt ein neues Subvolume mit dem Abbild.
Das besondere dabei ist, dass keine Daten kopiert werden beim erstellen des Snapshots, vielmehr sind die Daten in Quelle und Ziel die gleichen (die gleichen Dateisystemblöcke).
Erst wenn das Quell- oder Zielsubvolumen geändert wird, verweisen die Dateisystemmetadaten des Subvolumes bei dem die Änderung stattgefunden hat auf neue Blöcke, für die Dateien die sich geändert haben.
Es wird also erst in dem Moment mehr Speicher benötigt wo ein Delta zwischen den beiden Subvolumes auftritt und auch dann nur in der Größe wie Groß die Unterschiede zwischen den beiden Subvolumes sind.
Snapshots resultieren nicht in Performance-Nachteilen, weil BTRFS Copy-on-write arbeitet, sprich Änderungen an bestehenden Daten werden sowieso immer in neue Sektoren geschrieben, statt die bestehenden Sektoren zu überschreiben, bei einem Snapshot werden die Originaldaten einfach nicht überschrieben, die Performance bleibt gleich, weil sowieso irgendwohin geschrieben werden muss.
Syntax: btrfs subvolume snapshot Quellpfad Zielfpfad
Beispiel: btrfs subvolume /home /media/backup/home_2015_03_04
Legt ein snapshot (subvolumen) mit den Daten von /home nach /media/backup/home_2015_03_04 an.
In dem Beispiel wird davon ausgegangen, dass /home ein Subvolumen auf der Partition ist, welche unter /media/backup gemountet ist.
ls auf /media/backup würde danach so aussehen:
home home_2015_03_04
Snapshots können nur auf innerhalb des gleichen Btrfs-Dateisystems gemacht werden - Quelle und Ziel müssen auf dem gleichen Btrfs-Dateisystem liegen (zum Beispiel der gleichen Partition).
Enthält ein Subvolume weitere Subvolumes, so sind die weiteren Subvolumes nicht Teil des Snapshots
Syntax: btrfs-convert Device
Hinweis: Nach dem Convert befindet sich auf dem Dateisystem in der Wurzel ein Snapshot welches ein Image des vorhergehenden Dateisystems enthält.
Darüber lässt sich das Convert mit der Option „-r“ rückgängig machen.
Es kann dadurch passieren das nach dem Convert kein Speicherplatz mehr frei ist - das Image/der Snapshot kann einfach gelöscht werden.